 |
Im
gleichen Jahr, als Königin Victoria von England ihren Prinz Albert
von Sachsen-Koburg-Gotha heiratete, wird unser Traditionsgasthof "An
der Mühle" zum ersten Mal erwähnt : 1840.
Damals bestand hier ein Vorwerk, das zum Schloß Hoyerswerda
zählte, wo von 1705 an für mehr als drei Jahrzehnte die
Reichsfürstin Ursula Katharina zu Teschen für wirtschaftlichen
Aufschwung gesorgt hatte. Zu ihrer Zeit gab es in unserer traditionsreichen
Gegend 25 Mühlen. Eine davon, die 1569 schriftlich erwähnte
Wassermühle, befindet sich noch heute gegenüber unserem
Traditionsgasthof. Damals gab es auch zwei Weinberge in unmittelbarer
Nähe. |
|
III
Eingebettet in diese Regionalgeschichte ist
unsere Familientradition hier in Neuwiese oder "Nowa Luka",
so heißt der Ort in der sorbischen Sprache, das bedeutet soviel
wie "neuer Ort auf einer Wiese".
Das kinderlose Ehepaar August und Maria Koar vererbte 1920 ihrem damals
sieben- jährigen Neffen Wilhelm Koar die Gaststätte nebst
hauseigener Brennerei und den dazu- gehörigen Bauernhof.
Als der Neffe mit 21 Jahren volljährig war, trat er 1934 sein
Erbe an. Seinerzeit ernährte sich die Familie noch hauptsächlich
von der Landwirtschaft.
Wilhelm Koar heiratete 1936 Anna, geb. Stramke. Aus dieser Ehe gingen
zwei Kinder hervor, Erna und Max. Die Eheleute brachten beide Betriebe
mühevoll durch die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre.
Doch dann gab der Aufschwung im Braunkohlen- bergbau der Lausitz in
den 50er Jahren auch der Gastronomie in Neuwiese den lang- ersehnten
Auftrieb. Noch als Privatbesitz der Familie entstanden 1953 der Saal
und die Gasträume neu.
Dem erzwungenen Eintritt in die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft)
im Jahre 1960 folgte die zwangsweise Trennung von Land- und Gastwirtschaft.
Wilhelm und Anna Koar führten den Bauernhof und verpachteten
die Gaststätte an die Konsum- genossenschaft. Max, ihr Sohn,
lernte Landmaschinenschlosser.
Damit der Familienbesitz erhalten blieb, führten Tochter Erna
(Angestellte beim Konsum) und ihr Ehemann Max Kasper (Bergmann) die
Gaststätte weiter und machten sie mit Hilfe der Eltern und Geschwister
zu einem weit über die Kreisgrenzen bekannten Speise-
|
 |
|
 |
lokal.1987
nutzte Erna Kasper die Chance, die Gaststätte zu reprivati- sieren
und wurde zunächst Kommissionspartner der Konsumgenossen- schaft,
bevor 1989 die endgültige Übernahme in Privatbesitz erfolgen
konnte.
In dieser Familienatmosphäre lernten die Kinder, Bernd und Roswitha,
schon frühzeitig das Gaststätten- und Geschäftsleben
kennen. Roswitha und ihr Ehemann Jörg Koch qualifizierten sich
im Gaststättengewerbe zur Führung des Familienunternehmens,
dessen Leitung Roswitha 1995 mit Beginn des Hotelbaues übernahm.
Unser Landhotel wurde im April 1997 eröffnet und bietet angenehmes
Verweilen bei niveauvollem Service und regionaler Hausmannskost in
der dörflichen
Idylle unserer landschaftlich so reizvollen Oberlausitz.
Das Landhotel macht unser 180-Seelen-Dorf Neuwiese, das 1401 erst-mals
erwähnt und als Angerdorf gegründet wurde, landesweit zu
einem |
|
beliebten Erholungsort. Bekannte Persönlichkeiten, wie Kurt Biedenkopf,
Erich Ilgner oder Kajo Schommer konnten sich schon, als Gäste
unseres Hauses, davon überzeugen.
Seit nunmehr 70 Jahren künden brütende Störche auf
dem Dorfanger vom gesunden Landleben in Neuwiese, in einigen Ländern
Europas sind die Weißstörche längst ausgestorben.
Gleich hinter unserem Haus fließt die Schwarze Elster in ihrem
ursprünglichen Bett. Ein Spaziergang flußauf- wärts
führt in die ehemalige Flußaue und damit in die Welt von
Zaunkönig, Eisvogel, Wiesenralle, Fischotter, Knoblauchkröte
und vielen Tieren mehr. Dieses Gebiet ist ein Teil des 26000 Hektar
großen Biosphärenreservates "Oberlausitzer Heide-
und Teichlandschaft", das sich zwischen Hoyerswerda, Bautzen,
Görlitz sowie Rothenburg erstreckt und von der UNESCO am 22.März
1994 eingeweiht wurde. Es ist ein ideales Urlaubs- paradies in der
urwüchsigen Natur der Lausitz. |
 |
|
 |
 |